Karl Lennart Oesch

Ein Käsersohn mit Schweizer Ahnen als General
Karl Lennart Oesch 08.08.1892 - 28.03.1978
 
   Foto 1918  
 
 
Geschichte
Text: Ausschnitt aus der Basler Zeitung,
Donnerstag, 25. August 1994 /Nr. 197

Als die Rote Armee am 9. Juni 1944 ihre Offensive gegen die finnischen Stellungen auf der Karelischen Landenge eröffnete, gelang es ihr, die beiden ersten Verteidigungslinien zu durchbrechen.

Deshalb konzentrierten die Finnen ihre Neugruppierung auf die dritte Abwehrstellung, die Viipuri-Vuoksi-Linie. Trotz eines waffenstarken, ein-monatigen Grossangriffs wurde diese bloss eingebuchtet, nicht aber durchbrochen. Das Stoppen der Sowjetoffensive bahnte den Weg zu einem Frieden mit harten, aber erträglichen Bedingungen. Doch wer war dieser Generalleutnant Karl Lennart Oesch, der diesen helden-haften Kampf erfolgreich führte und der von seiner „alten Heimat“, der Schweiz, geschrieben hat, dass er sie „nie vergessen“ werde?
 
Berichte über Karl Lennart Oesch
Autoren in militärhistorischem Gebiet

YouToube   YouToube

 
Gemälde von Karl Lennart (Bild 1 + 2), Gemälde von Christian Oesch (Bild 3) 
 
 
 
 
Mannerheim-Kreuz
Das Mannerheim-Kreuz ist die höchste militärische Auszeichnung des finnischen Staates
 
 
Familie Oesch-Niskanen
Anna Aitanga und Karl Lennart
Oesch-Niskanen mit Sohn Karl Christian
   
 
Karl Lennart in seinen älteren Jahren
 
 
"Cher-Chrigi" der Vater von Karl Lennart 
Karl Lennart Oesch entstammte einem alteingesessenen Bauernge-schlecht aus Oberlangenegg, das  postalisch zu Schwarzenegg gehört. Dieses auch heute noch von der Bauernsame geprägte Dorf liegt in der voralpinen Hügelzone, auf gut 1000 Meter über Meer, zwischen den Tälern der Aare und der Emme und an jener Strasse, die von Thun /Steffisburg über den Schallenberg ins Herz des Emmentals führt. Karl Lennarts Vater, Christian Oesch, im Volksmund „Chehr-Chrigi“ genannt, wurde im Kehr auf der Oberlangenegg geboren und verbrachte seine Jugend in einer kinderreichen Bauernfamilie. Da aber auf dem väterlichen Heimwesen nicht alle Söhne ein Auskommen gefunden hätten, entschloss sich Christian im Jahre 1880 – er war damals 20jährig – die Schwarzenegg zu verlassen und nach Finnland auszuwandern, um dort eine eigene Existenz aufzubauen.
 
 
Christian (Cher Chrigi) mit seiner Familie 
    Ernst Friedrich                 Werner Christian                     Hans Arthur                  Uno Walter
       Christian (Cher-Chrigi)     Edith Johanna       Anna B. Oesch-Stegmann       Karl Lennart
                                        Anna Marta          Ester Amalia
 
Auf dem Foto fehlt Emil Gotthold, er war in der Schweiz (Studium)